Im Rahmen des Projektes DynOpt-San fand am 26. und 27. November ein Arbeitstreffen sowie das zweite Begleitkreistreffen in den Räumlichkeiten des Projektpartners Consolar in Frankfurt am Main statt. Am Begleitkreistreffen beteiligten sich Expertinnen und Experten von VdW Südwest, Stadtsiedlung Heilbronn GmbH, EnergieSüdwest Projektentwicklung GmbH, Viega GmbH & Co. KG und Siemens AG. Die konstruktiven Beiträge unterstrichen die Bedeutung der engen Zusammenarbeit im Team sowie den Austausch mit dem Begleitkreis für das Erreichen der Projektziele.
Arbeitstreffen: Fortschritte bei der Entwicklung des Sanierungsassistenten
Im Mittelpunkt des internen Arbeitstreffens stand die Weiterentwicklung des Sanierungsassistenten, der mit minimalem Eingabeaufwand ein Gebäudemodell erstellt und darauf aufbauend mögliche und wirtschaftlich sinnvolle Sanierungsmaßnahmen für das Gebäude vorschlägt. Das Werkzeug zeigt nicht nur Einsparpotenziale bei Kosten und Emissionen auf, sondern ermöglicht auch die Speicherung und damit die Wiederverwendung der eingegebenen Daten. Dies hat den Vorteil, dass nachfolgende Planer nahtlos mit dem Sanierungsassistenten weiterarbeiten können ohne erneut Daten eingeben zu müssen. Ergänzend wurden im Rahmen des Arbeitstreffens auch die Anforderungen an Sanierungskonzepte finalisiert, so dass der Sanierungsassistent einen entscheidenden Schritt in Richtung standardisierter Planungsprozesse ebnet.
Ebenfalls wurde der aktuelle Stand der intelligenten Phasenwechselmaterial-Speichersysteme (PCM), einschließlich ihrer Modellierung, Integration und Einsatzmöglichkeiten intensiv diskutiert. Die Auswahl und Integration passender PCM-Materialien sind hier eine Herausforderung, da deren Eigenschaften weiter analysiert und aufeinander abgestimmt werden müssen.
Ein weiterer Besprechungspunkt war die Präsentation des Prototyps des Betriebsmanagers. Dieser bietet erste Ansätze für ein effizientes Betriebsmanagementsystem, und beinhaltet ein reduziertes Messkonzept, das in der laufenden Heizperiode getestet wird.
In den kommenden Monaten liegt der Fokus auf:
- Der Weiterentwicklung und Erprobung des Betriebsmanagement-Prototyps,
- Der Integration intelligenter PCM-Speicher in die Sanierungskonzepte, und
- Die prototypische Umsetzung des Sanierungsassistenten als praxistaugliches Planungswerkzeug.
Begleitkreistreffen: Praxisnahe Impulse für die Projektarbeit
Das Begleitkreistreffen begann mit einer umfassenden Präsentation des aktuellen Projektstands, gefolgt von einer offenen Diskussion zu den übergeordneten Projektpunkten.
Besonders im Fokus stand – wie auch im Arbeitstreffen – die Entwicklung des praxistauglichen und wirtschaftlich effizienten Sanierungsassistenten. Die Teilnehmenden brachten zahlreiche praxisorientierte Anregungen ein, die wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Projektes lieferten und formulierten zentrale Anforderungen:
- Der Assistent soll nicht nur Sanierungskonzepte vorschlagen, sondern diese auch auf ihre praktische Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit hin bewerten.
- Hierbei wurden insbesondere herstellerunabhängige Lösungen hervorgehoben, die sich an gängigen Sanierungskonzepten orientieren und eine detaillierte Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbewertung ermöglichen.
Herausforderungen und Chancen bei der Gebäudesanierung
Ein weiteres wichtiges Thema war die Berücksichtigung der besonderen Herausforderungen bei Sanierungen in bewohnten Gebäuden. Solche Maßnahmen erfordern oft eine präzise Planung, um den Alltag der Bewohnenden möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die Teilnehmenden betonten zudem, dass schnelle Erfolge bei Optimierungen und Maßnahmen essenziell sind, um eine breite Akzeptanz zu schaffen.
Die Diskussionen verdeutlichten sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen, die mit der Entwicklung des Sanierungsassistenten einhergehen. Die gesammelten Anregungen und Impulse aus dem Begleitkreis bilden eine wertvolle Grundlage, um eine Lösung zu entwickeln, die nicht nur effizient und umsetzbar ist, sondern auch den spezifischen Anforderungen des Marktes gerecht wird.